Ammerbucher Design Talk zu Gast bei Handtmann 

Das Handtmann Forum in Biberach war im Juli Austragungsort des diesjährigen Ammerbucher Design Talks. Das etablierte Dialogformat bringt Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um aktuelle Zukunfts- und Innovationsthemen zu diskutieren. Mit der Veranstaltung unterstrich die Handtmann Unternehmensgruppe ihre Rolle als innovations- und dialogorientiertes Technologieunternehmen, das den Austausch zwischen Industrie, Technologie und Unternehmertum aktiv fördert.

 

Auf Einladung von Dr. Mark Betzold, CTO/COO des Handtmann Geschäftsbereichs Processing, kamen Entscheidungsträger namhafter Industrieunternehmen nach Biberach. Zu den weiteren Unternehmensvertretern gehörten Markus Handtmann, Co-CEO der Handtmann Holding, sowie Dirk Seckler, Co-CEO der Handtmann Geschäftsbereiche Leichtmetallguss und Systemtechnik.

 

Inhaltlich stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen ihre Zukunft in einem zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Umfeld sichern können. Dabei ging es unter anderem um technologische Entwicklungen, neue Kundenanforderungen und die Bedeutung langfristiger Investitionsentscheidungen. Markus Handtmann ordnete die vorgestellten Initiativen in den strategischen Gesamtkontext der Unternehmensgruppe ein und zeigte auf, wie Handtmann seit mehr als 150 Jahren technologische Exzellenz, unternehmerische Verantwortung und Innovationskraft mit langfristigem Denken verbindet.

 

Einen Schwerpunkt bildete die Vorstellung der Zukunftsstudie „Morpheus“ durch Dr. Mark Betzold. Sie zeigt, wie Unternehmen frühzeitig zentrale Trends wie Digitalisierung, Automatisierung oder Künstliche Intelligenz bewerten und daraus strategische Entscheidungen ableiten können. Die Studie bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung von Innovations- und Produktstrategien im Geschäftsbereich Processing. „Die Zukunft gehört nicht den Unternehmen mit den meisten Ideen, sondern denjenigen, die frühzeitig die richtigen Entscheidungen treffen. Mit Morpheus schaffen wir einen Orientierungsrahmen, um die Kundenbedürfnisse von morgen besser zu verstehen und daraus Innovationen mit echtem Mehrwert abzuleiten. Unser Anspruch ist es, Zukunft nicht vorherzusagen, sondern sie gemeinsam mit Kunden, Partnern und Mitarbeitenden aktiv zu gestalten“, verdeutlichte Dr. Mark Betzold.

 

Ein weiterer Impuls kam aus dem Geschäftsbereich Leichtmetallguss: Dirk Seckler zeigte auf, wie sich Unternehmen in der Automobil- und Zulieferindustrie mit klarer strategischer Ausrichtung und einem starken Fokus auf Kundennutzen und Wertschöpfung erfolgreich weiterentwickeln können. Als konkretes Beispiel stellte er das von Handtmann eigens entwickelte Druckguss-Rad vor. Die leichten Aluminiumräder ermöglichen durch moderne Fertigungstechnologien und optimierte Konstruktion unter anderem Materialeinsparungen sowie Vorteile bei Effizienz und Fahrverhalten. Dirk Seckler betonte: „Transformation bedeutet für uns, Zukunft nicht abzuwarten, sondern aktiv zu gestalten. Entscheidend ist, Innovation konsequent am Kundennutzen auszurichten, Wertschöpfung neu zu denken und gezielt dort zu investieren, wo nachhaltige Wettbewerbsvorteile entstehen.“


Die anschließende Podiumsdiskussion wurde von Jürgen Schmid, Initiator des Ammerbucher Design Talks, moderiert. In einem offenen und intensiven Austausch diskutierten die Teilnehmenden über die Herausforderungen langfristiger Innovationsentscheidungen, die Rolle von Kunden als Mitgestalter zukünftiger Lösungen sowie die Frage, wie Unternehmen in Zeiten wachsender Unsicherheit ihre Innovationskraft erhalten und weiterentwickeln können. Die lebhaften Diskussionen und unterschiedlichen Perspektiven verdeutlichten die Relevanz des Formats und bestätigten den Ammerbucher Design Talk erneut als etablierte Plattform für den branchenübergreifenden Austausch von Entscheidern.

Bild 1 v.l.n.r.: Markus Handtmann, Jürgen Schmid und Dr. Mark Betzold vor dem Hintergrund der Morpheus Studie

Bild 2 Dirk Seckler referiert im Rahmen des Ammerbucher Talks